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Alt 30.10.2008, 17:05   #1 (permalink)
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Unglücklich Fohlen absetzen erleichtern?

Hallo,
meine Reitbeteiligung hat z.Z. ein Fohlen. Dieses soll demnächst abgesetzt werden. Nun habe ich noch von meinen eigenen Kindern in Erinnerung, dass meine Hebamme mir bei Problemen Phytolacca gegeben hat, um den Milchfluss (Milchstau) zu verringern. Das hat bei mir prima geholfen. Kann man das auch bei Pferden machen? Hat da jemand schon Erfahrung? Es gibt Phytolacca in der Tierarzneimittelbranche als Injektion und als Globuli soweit ich das gesehen habe. Ich möchte mich jetzt nicht ganz unwissend dem Tierarzt oder Tierheilpraktiker gegenüber treten.
Wer kann mir da weiter helfen?

Danke schonmal
annegret2 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.10.2008, 19:10   #2 (permalink)
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Registriert seit: 30.10.2008
Beiträge: 1.530
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Hallo annegret,

ist es nötig, die Stute mit Medikamenten "abzustillen"? ich hab das bei meinen Fohlen nie gemacht.
Die Stuten hatten keine Probleme. Klar, die Milch drückt noch ein paar Tage, aber wenn das Fohlen lange genug bei der Mutter war, hat sie im allgemeinen nicht mehr so ganz viel Milch. Die Fohlen trinken ja auch seltener und fressen schon alles andere mit.
Ich bin nicht DIE erfahrene Züchterin, aber einige Fohlen hatte ich hier schon. Früher bei meinen Holsteinern haben wir die Fohlen mit 4 Monaten abgesetzt. Finde ich inzwischen viel zu früh!!!Das mache ich bei meinen Knabstruppern nicht mehr. Die laß ich länger bei der Mutter und stell sie dann zunächst über nacht in getrennte Boxen. Mein Fohlen von diesem Jahr ist jetzt 5 Monate alt und steht noch mit Mama in einer Box, bzw. läuft am Tag ganz normal mit allen in der Herde. Man merkt deutlich, daß sie weniger Milch produziert, aber ich möchte ihn schon noch etwas bei ihr lassen.
Ich bin sehr gespannt, ob andere Forum- Teilnehmer Erfahrungen "beisteuern" können bezüglich des Absetzens. Denn auch wenn man`s schon viele Jahre macht, heißt das noch lange nicht, daß alles richtig ist, oder!!? Liebe Grüße!!
P.S.: bei meiner Tochter habe ICH abgestillt mit Medikamenten, weil ich wieder arbeiten mußte, als sie 5 Monate alt war. Das Zeug hatte fürchterliche Nebenwirkungen. Grusel... Aber das Kind ist trotzdem ganz gut gelungen und inzwischen 20 Jahre alt!!
clynghoj ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.10.2008, 21:11   #3 (permalink)
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Benutzerbild von Antaris
 
Registriert seit: 01.10.2008
Ort: bei Wiesbaden
Beiträge: 278
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Ich weiß noch, früher, als ich klein war und beim Händler um die Ecke die Pferde geritten, gepäppelt und gepflegt hab, hat der die Stuten von heute auf morgen von den Fohlen getrennt. In zwei Boxen, die ganz zu waren, Tür oben und unten zu gemacht und schreien lassen. Da hat sich keiner um Milchfluss gekümmert... SOLCHE Händler ja eh nicht... da wurden auch schon Fohlen mit 4 Monaten von der Mutter getrennt, weil der eine Käufer nur DIESE Stute und nur JETZT haben wollte... Für mich war das zwar furchtbar, aber "irgendwie normal".. als ich dann älter wurde und mehr mitgekriegt hab, hab ich ihm den Schlüssel vor die Füße geworfen und gesagt, er solle sich jemand anderen suchen, der seinen Mist mitmacht..
__________________
Wer nie im Morgentau auf leichtbehuftem Pferde die Welt durchstreift, weiß nichts um des Lebens höchstes Glück!

http://hobby-reiten.npage.de
Antaris ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.10.2008, 09:10   #4 (permalink)
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Registriert seit: 29.09.2008
Beiträge: 9
Standard so mein ich das ja gar nicht

Hallo,
ich möchte hier nicht falsch verstanden werden. Es geht mir nicht darum unbedingt ein Medikament einzusetzen. Vielmehr wollte ich meiner geliebten Stute das Leben leichter machen. Das Fohlen zu trennen, ist sicherlich schon für Stute und Fohlen unangenehm und hart, und da dachte ich mir, dann unterstütze ich doch wenigstens die Stute mit einem homöopathischen Mittel, das auch mir damals mit meinen Kindern gut geholfen hat, ganz ohne Nebenwirkungen. Ein dickes Euter für einige Tage ist - ohne das Pferd vermenschlichen zu wollen - sicher unangenehm. Was spricht dagegen ihr da zu helfen? Ich will jetzt aber nicht ins Blaue hinein experimentieren, deswegen meine Hoffnung auf Euch!

Liebe Grüße
annegret2 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.10.2008, 09:39   #5 (permalink)
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Benutzerbild von Antaris
 
Registriert seit: 01.10.2008
Ort: bei Wiesbaden
Beiträge: 278
Standard

Zitat:
Zitat von annegret2 Beitrag anzeigen
Hallo,
Was spricht dagegen ihr da zu helfen?
Nein! Es spricht ganz und gar nichts dagegen! Ich wollte nur mal darlegen, wie andere Stuten ihr Mutterleben beenden. Natürlich ist es sinnvoll, dem Tier die Zeit der Trennung und Umstellung zu erleichtern!! Leider kenne ich aufgrund meiner unschönen Erfahrung zu diesem Thema keine andere Art und Weise.
Ich wünsche Dir und Deinen Pferden jedenfalls eine einigermaßen angenehme Zeit der Trennung!

Grüße
Taris
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Antaris ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.10.2008, 13:29   #6 (permalink)
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Registriert seit: 30.10.2008
Beiträge: 1.530
Böse

Hallo annegret,

das ist schon ok, wie Du`s geschrieben hast. Ich finde es total nett von Dir, daß Du Dir solche Gedanken machst.
Dieses abrupte , in meinen Augen grausame ,Absetzen wie Antaris es beschreibt , kenne ich auch. Möglichst noch das Fohlen in eine dunkle Box sperren. Wie gräßlich!!!
Es ist doch gut wenn man Möglichkeiten hat , das Absetzen zu erleichtern. Ich bin noch gar nicht darauf gekommen, ein z.B. homöopathisches Mittel einzusetzen.
Wie es mit meinem diesjährigen Fohlen wird weiß ich auch noch nicht, denn die Stute habe ich noch nicht sehr lange. Mein 8-jähriger Wallach hat 2 Jahre bei seiner Mutter genuckelt. Ich weiß, das hört sich schrecklich an, aber sie hat ihn immer wieder gelassen. Ich habe alles Mögliche versucht, hab ihm so ein Stachelhalsband für Hunde vorne auf`s Halfter genäht. Mit dem Erfolg, daß sie ihn endlich mal abschlug. Dann hab ich`s aber wieder abgemacht, weil ich doch Angst hatte, daß er sich verletzt. Da hat sie ihn wieder gelassen!!!! Eine andere ältere Stute, die ich mit auf der Weide hatte, hat ihn auch saugen lassen. Sie hatte aber gar keine Milch!!!
Abgesetzt hat meine Stute (wohlbemerkt SIE hat`s gemacht, ich durfte nur miterleben) den "Kleinen" dann , als er eine Ekzemer-Decke aufkriegte und so "verändert" aussah. Sie war dabei als ich ihm die Decke angezogen habe und trotzdem hat sie dann unglaublich gefremdelt. Er mußte zwei Tage abseits der Herde schlafen. Gemeinheit!!

Geschadet hat die ganze Sache übrigens keinem. Die Stute hatte nie ein entzündetes Euter, der Wallach denkt nicht dran bei ihr oder womöglich anderen Stuten ans Euter zu gehen .( Alles so Dinge, die mein Mann mir prophezeit hatte. Naja, ehemaliger Kuhbauer sieht das alles etwas anders) Aber die richtige Lösung ist das natürlich auch nicht gewesen. Es war ja auch eigentlich KEINE Lösung, zumindest nichts durch mein Zutun!! )
clynghoj ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.11.2008, 11:03   #7 (permalink)
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Benutzerbild von Andra
 
Registriert seit: 16.11.2008
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Ich würde jederzeit homöopathische Mittel einsetzen, aber mehr auch nicht. Keinesfalls würde ich am Euter manipulieren. Jede Berührung regt den Milchfluss erneut an.

Da unsere Stuten im Offenstall stehen, erleben wir sehr schön mit, wie die Fohlen immer selbständiger werden. Ich bin auch mit jedem Fohlen schon sehr früh alleine spazieren gegangen oder hab die Mama mal alleine aus der Herde genommen. Das ist nicht schlimm, die "Tanten" bleiben ja da

Am Tag X würde ich es allerdings aprupt machen, und zwar so, dass die beiden ausser Sicht- und Hörweite gebracht werden.
__________________
Liebe Grüße
Sabine
Andra ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.01.2009, 18:34   #8 (permalink)
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Bilder: 2
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Ich würde in so einem Fall vielleicht zu Bachblüten greifen, aber auch nur, wenn das Fohlen wirklich Streß zeigt. Ich hab zwei Fohlen letztes Jahr verkauft und sie wurden bei Abholung auch plötzlich abgesetzt, aber die neue Umgebung und die neuen Pferde haben gut abgelenkt das es keine Probleme gab.
"Abstillen" würde ich nicht. Etwas Melkfett aufs Euter hilft, mehr ist eigentlich nicht nötig.
Frechdachs ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.01.2009, 22:56   #9 (permalink)
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Ort: Naumburg/Sachsen-Anhalt
Beiträge: 414
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Unsere wurden alle von "Knall auf Fall" abgesetzt , und nix mit Problemen .
Klar gab es kurzzeitig Streß , aber war noch im Rahmen .
Die Fohlen werden wenns geht gleichzeitig abgesetzt , in einen anderen Stall
gefahren , außer Rufreichweite der Mütter und nach 2-3 Tagen rufen die
Mütter oder Fohlen nicht mehr nacheinander . Wichtig ist eben das die Pferde
wieder in Gesellschaft kommen , dann fällt die Trennung nicht so schwer.
Einige Stuten werden noch Extra gefüttert und abgemolken , da Wir die
Milch für unsere Waisenfohlenaufzucht brauchen . Die anderen bekommen nichts
extra an Kraftfutter und abmelken ist auch nicht .
Melkfett drauf und gut , aber kontrollieren immer wieder .
Little ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.01.2009, 11:13   #10 (permalink)
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Benutzerbild von jess
 
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bei uns im stall steht bald auch eine absetzung an, beim letzten mal war es so das es auch zackig ging , die stute war sogar froh wieder ihre ruhe zu haben, da waren die anderen tanten (stuten) trauriger als die mutter .und haben das fohlen noch 2 tage gerufen, aber so gings problemlos.das euter war zwar etwas geschwollen aber das ging sehr schnell vorbei. viel glück !
__________________
jess ist offline   Mit Zitat antworten
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